Mehr zum OUPS findet man auf der Herzensbildungsseite. Dieser Spruch mit dem Trend und dem Gespür bringt mich gezwungenermaßen in Anbetracht des Datums auf Halloween. Bald werden Sie kommen, die vielen, lieben Kleinen und um Süßes bitten. Ja, es stimmt, dieser Brauch geht auf alte europäische Traditionen zurück. Ursprünglich war da mal das keltische Samhain, das Winterbeginnfest. Dann wurde dieses Fest von der katholischen Kirche zu Allerheiligen umgewandelt und auf den 1. November gelegt. Laut Wikipedia ist die Ansicht einiger, dass dies geschah um den heidnischen Bräuchen etwas entgegenzusetzen, nicht ganz gerechtfertigt, da der November-Termin für Allerheiligen zuerst im 8. Jahrhundert in Italien eingeführt wurde, wo Samhain unbekannt war. Sicher ist jedoch, dass der Abend vor Allerheiligen im Englischen als All hallows eve bezeichnet wird, der sich später zu Halloween entwickelt hat.
Auf Grund der Globalisierung können wir wahrscheinlich unsere lieben Kleinen nicht davor abhalten, sich auf die Pirsch nach noch mehr Süßigkeiten zu begeben. Ist ja auch lustig, verkleidet durch die Gegend zu rennen. Schade nur, dass dadurch lokale Traditionen wie z.B. das „Stritzlposchen“ immer unpopulärer werden. Wer Stritzlposchen nicht kennt, kommt hier zu einer Erklärung, welche auf Forschungen des Wolkersdorfer Volkskundlers W. Galler basieren. Vieleicht gibt es ja noch mehr Weinviertler Bräuche, die drohen, in Vergessenheit zu geraten. Bitte um Rückmeldung unter Kommentare, um diese somit wieder ins Gedächtnis zu holen und vielleicht auch wieder zu beleben.
Wer vielleicht Lust hat, den Halloween – Kids traditionelles Süßes mit auf den Weg zu geben, hier ein schnelles Rezept
- 1 kg Weizenmehl
- 500 ml Milch
- 50 g Germ
- 2 Eidotter
- Salz
- Butter (für das Backblech)
- Milch (zum Bestreichen)
- Hagelzucker (zum Bestreuen)
Zubereitung: Germ mit etwas Milch und vorgewärmtem Mehl zu einem Dampfl ansetzen. Mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten und an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen. Erneut durchkneten, in Stränge teilen, zu kleineren oder größeren Striezeln formen und auf ein mit Butter bestrichenes Backblech setzen. Nochmals gehen lassen. Dann mit Milch bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen und im vorgeheizten Rohr bei ca. 200 °C goldbraun backen. Wieder mit Milch bestreichen, damit die Striezel ihren schönen Glanz bekommen.
kleine Anmerkung:
Ursprünglich wurde dieses feine, häufig auch mit Rosinen verfeinerte Weizenbrot aus Germteig nur zu Allerheiligen in Form eines Striezels gebacken, während des übrigen Jahreslaufs, zumeist an kirchlichen Festtagen, in den unterschiedlichsten Formen hergestellt wurde.
Zu guter Letzt noch eine Anleitung zum Flechten hier. Gutes Gelingen!





