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Ein Tag im Zeichen von Slowfood

November 1, 2009 · Kommentar schreiben

Letzten Donnerstag (und auch tags zuvor) stand das Wiener Rathaus voll im Zeichen der nachhaltigen Lebensmitteln und vor allem der Vielfalt. Unter dem Motto „Vielfalt säen, Vielfalt kultivieren, Vielfalt schmecken und Vielfalt fair-teilen!“ diskutierten bei der ersten Terra Madre Austria Konferenz Produzenten, Fachleute des Landwirtschafts- und Lebensmittelsektors.  Man suchte nach  ganzheitliche Strategien zur Förderung und Erhaltung von Biodiversität, Lebensmittelvielfalt und Ernährungssouveränität.

Wie können wir aktiv handeln, um bio-kulturelle Vielfalt durch nachhaltige Methoden der Lebensmittelproduktion im Einklang mit der Natur, der Landschaft und der Traditionen zu bewahren, zu ermutigen und zu fördern?

Es wurde viel dazu gesagt und auch diskutiert. Ich habe neben vielen Imputs folgende 2 Dinge für mich mitgenommen. Von Herrn Claus Holler: Nicht nur die Qualität sondern auch die Mikroorganismen der Lebensmitteln spielen eine Rolle bei der Ernährung bzw. bei der Wirkung des Essens auf den Menschen. Es hat sich gezeigt, dass Lebensmittel aus der Region besser und positiver auf die Menschen wirken als Lebensmitteln die von weither transportiert werden. Von Dr. Stefan Gruber: Man sollte nicht immer nur auf den Nutzen (z.B. Vitamine & Co) schauen, viel wichtiger ist es auf den Geschmack zu achten.

Im Markt der Vielfalt konnte man div. Produkte heimischer Produzenten verkosten. Vor allem auch die Arche Produkte von Slowfood. Leider gab es auch nicht passende Produkte wie einen Granatapfelsirup vom Retter.  Das heißt für die nächste Terra Madre Veranstaltung 2011 gibt es noch Verbesserungspotenzial. Wobei der Start als ein sehr gelungener bezeichnet werden darf.

Am 10. Dezember ist Terra Madre Tag. Dieser Tag soll wieder die Wertschätzung von lokalen Lebensmitteln in den Mittelpunkt rücken. Um dies auch im südlichen Weinviertel zu erleichtern habe ich hier einen Einkaufstipp für den Weihnachtstruthahn. Diesen gibt es gegen Vorbestellung bei:

Anna und Ludwig Ullmann
2124 Oberkreuzstetten, Hochreithgasse 2
Tel: 02263/87 29, Mobil: 0676/600 93 85
email: ullmannludwig@aon.at
Die Ullmanns haben auch ausgezeichnetes Rindfleisch.

Kategorien: einkaufen · essen
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Kulinarische Rückkehr der Feldhasen

Oktober 17, 2009 · Kommentar schreiben

Manfred Buchinger & Co bei der Präsentation

Am Mittwoch trafen sich viele wichtige Leute in Buchingers „Alter Schule“ um der Genussregion Weinviertler Wild wieder ein bisschen Leben einzuhauchen.  Es wurde ein Wettbewerb namens  „Lepus 2009 – Hoch Genuss Hase“ gestartet.   Weinviertler Wild ist eine Initiative, um die Vorzüge der Niederwild-Produkte ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Der Feldhase bietet ein hervorragendes Fleisch, das sich zu zahlreichen verschiedenen Gerichten verarbeiten lässt. Beim Wettbewerb sind lokale Fleischermeister aufgerufen, verschiedene Produkte wie etwa Brühwürste, Rohwürste, Pasteten und Sulzen sowie Kochpökelware zu entwickeln. Anschließend werden die Produkte von einer hochkarätigen Fachjury bewertet.

„Das Fleisch des Feldhasen, der in der sanft-hügeligen Landschaft des Weinviertel lebt, ist fettarm und punktet mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren“, betont Universitätsprofessor Dr. Rudolf Winkelmayer von der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Diese Informationen wurden einer Pressemeldung entnommen. Ich wünsche mir für diese Initiative viel Erfolg und auch viele neue Hasenfans.  Vielleicht gibt es ja nächstes Jahr den Ersten Hasenkochkurs im Landhaus Kraus. Man darf gespannt sein.

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Keine „Einheitsbrei“ – Heurigen

April 24, 2009 · 2 Kommentare

Immer mehr kann man sie sehen, die Logos  oder besser gesagt, die Auszeichnungen TOP HEURIGER. Auf der Suche nach der Antwort auf die Frage „Was ist ein TOP Heuriger“ bin ich auf der Homepage der Top Heurigen auf folgende Information gestoßen:

Die Auszeichnung „TOP Heuriger“ ist eine Qualitätsmarke, für die besten Heurigenbetriebe in Niederösterreich. TOP Heurige vermitteln das Thema „Wein“ oder „Most“ in gepflegter, angenehmer und stimmiger Atmosphäre. Dazu zählen regionale Schmankerl und saisonale Lebensmittel, deftige Buschenschankgerichte aber auch Kreativ-Leichtes. Edle Qualitätsweine und – moste aus eigener Produktion, fachkundig serviert im eleganten Stielglas runden das Angebot ab.

Nach einigen Besuchen bei verschiedensten Top Heurigen (derzeit gibt es mehr als 120)  in div. Weinbauregionen musste ich feststellen, dass sich TOP eher als gutes Mittelfeld und nicht unbedingt als Spitze (Wortsinn in der eigentlichen Übersetzung aus dem Englischen) herausgestellt hat. Fazit: ein TOP Heurigen bietet grundsätzliche solide Heurigenqualität, wer jedoch das Einzigartige sucht, muss die Suche kreativer angehen.

Hier 4 Alternativ-Vorschläge zum Motto: Es muss nicht immer der „Einheitsbrei“ -Heurigen sein!

Heurigen im Museum

Bereits das 3. Jahr ist Hannes Bauch im Himmelkeller aktiv.  Jeden Sonntag schenken Winzer der Region als „Amateur-Heurige“ Ihre Weine aus. Die ansprechende Atmosphäre in Kronberg hat schon viele Freunde gefunden.

Unser Tipp:

1. Mai, 3. Mai und 10.  Mai – begrüssen Sie Romana und Walter Erlacher vom Weingut Haindl-Erlacher. Vielleicht sieht man sich ja.

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Heurigen im Wald

Jana Pichler, umtriebig Wildbretvermarkterin, hat dieses Jahr ebenfalls in Kooperation mit verschieden lokalen Winzern, den Waldheurigen in Wolkersdorf am Leben erhalten. Mai – Juni Fr., Sa. und So. 16.00 – 23.00 Uhr beim Hegerhaus im Hochleithenwald.

Unser Tipp:

Jazzviertler & Wildgrill am 4. Juli ab 18.00 Uhr
Heuriger in der Kellergasse

Die Falkensteiner Kellergasse zählt zu den schönsten im Weinviertel. Das idyllisch gelegene Falkenstein bietet herrliche Spazierrouten, für welche man sich auch einen „Begleiter“ buchen kann. Nach der Tour empfiehlt sich ein Abschluss im Gmoakeller in der Kellergasse. Sehr urig!

Unser Tipp:

Von 13. – 14. Mai und 22. Juli – 2. Aug. schenkt tägl. ab 16.00 Uhr Philipp Jauk – ein aufstrebender Jungwinzer aus Falkenstein

Heurigen am Erdölfeld

Im Mai startet die Kulturinitiative Bahöö den Electro Heurigen im Steinberghaus. Eine wirkliche Alternative. Aus’gsteckt ist nur jeden Samstag – zu feinster elektronischer Musik mit Weinen aus der Umgebung vom Steinberg (Zistersdorf). Jeden Samstag wird ein „regionaler“ DJ aus CZ, SK oder A seinen individuellen Mix „Heurigenmusik“ durch das Soundsystem jagen. Sicher ein Erlebnis wert!

Unser Tipp:

Saisoneröffnung Electro Bahöö am 9.5. – ein Frühlingsfest zum abtanzen

Kategorien: essen · trinken

Die Suppe

Februar 11, 2009 · Kommentar schreiben

Der Winter ist noch nicht ganz vorüber und die Kraftreserven schon fast aufgebraucht.  Da ist die altbewährte Suppe ein gutes Mittel, um Energie zu tanken. Bei uns ist es – wie im Weinviertel allerorts -  üblich, das Mittagessen mit einer Suppe zu starten. Somit wäre dieses Thema eines, über das man natürlich auch im Sommer oder im Herbst (schon auf Grund der guten frischen Kürbisse) schreiben könnte. Doch heute ist der letzte Tag der Jahressuppe. Jahressuppe, was ist das, werden sich viele fragen. Die kurze Antwort: ein Kunstprojekt. Die etwas detailiertere Antwort frei nach den Informationen der Homepage:

Das philosophische reisebüro und la cuisine brute haben das kunstinterventionistische projekt „die jahressuppe“ vor einem jahr gestartet. 366 tage lang wurde in 13 verschiedenen europäischen Ländern eine einzige Suppe von 366 Personen gekocht. Doch es wurde  täglich eine andere Suppe serviert. Am 12. Februar 2008 startete das Projekt im MAK. Dort wurde die erste Suppe gekocht. Ab diesem Tag wandert ein Rest der dieser Suppe (1/2 lt) zu dem Koch der nächsten Suppe, welche mindesten aus zusätzlichen 2 Litern bestehen mußte. So wanderte die Suppe ein Jahr lang täglich von Küche zu Küche, um als Basis für die jeweils nächste Suppe zu dienen.

Wer an den vielen Rezepten dieser Suppen interessiert ist, kann diese gerne im Rezeptteil der Jahressuppehomepage nachlesen.

Schade, dass es nicht mehr so spannende Projekte bei uns gibt.  Schade auch, dass es jetzt für eine Teilnahme zu spät ist.

Doch möchte ich es nicht verabsäumen, hier noch ein Rezept einer meiner Lieblingssuppen kund zu tun:

Klare Suppe mit „Eintropftem“

Für die Klare Suppe koche ich immer einen riesen Topf. Die Suppe wird dann an verschiedenen Tagen mit verschiedenen Einlagen genossen.

Grundrezpt Klare Suppe:

Wasser, Knochen (es eignen sich fast alle die verfügbar sind. Z.B: Mangalizaschwein, Pute, Kaninchen, Feldhasen, Reh, Hausschwein,.. wurden alle schon getestet) Gemüse: Karotten, Zeller, Gelbe Rüben, Pastinake, Lauch, Zwiebel, Petersilwurzel,… je nachdem was der Garten oder der Keller so hergibt. Zusätzlich noch ein paar Lorbeerblätter, getrocknete Pilze, Pfeffer und Neugewürzkörner, div. Kräuter, Paradaiser,… der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Alles in einen großen Topf geben (Wasser sollte alle Zutaten schön bedecken) und bis zu 5 Stunden (je nach Menge) kochen lassen. Achtung die Suppe darf nur lächeln und nie lachen. (fei nach meinem Kochlehrer FL Kruspl) Soll heißen, immer nur leicht köcheln. In diesem Fall ist weniger mehr.

Dann Suppe abseihen. Gemüse wie Karotten, Zeller und Gelberüben abwaschen, kleinwürfelig schneiden und wieder in die Suppe geben und mit Salz abschmecken.

Für 6 Personen ca. 2 Liter Suppe in eine Topf geben. (Man merkt unser Suppenverbrauch ist nicht gerade klein). Erwärmen und wenn sie zu kochen anfängt Tropfteig ( = 2 Eier und 60 g Mehl glatt und Salz vermischt) hinein tropfen lassen. Mit Schnittlauch servieren. Guten Appetit!

Kategorien: essen

Trend & Tradition

Oktober 26, 2008 · 2 Kommentare

Im Zuge einer Internetrecherche bin ich auf folgenden Spruch des Monats gestoßen:
Folge nicht jedem Trend, sondern stets deinem Gespür.
oups

Mehr zum OUPS findet man auf der Herzensbildungsseite. Dieser Spruch mit dem Trend und dem Gespür bringt mich gezwungenermaßen in Anbetracht des Datums auf Halloween. Bald werden Sie kommen, die vielen, lieben Kleinen und um Süßes bitten. Ja, es stimmt, dieser Brauch geht auf alte europäische Traditionen zurück. Ursprünglich war da mal das keltische Samhain, das Winterbeginnfest. Dann wurde dieses Fest von der katholischen Kirche zu Allerheiligen umgewandelt und auf den 1. November gelegt. Laut Wikipedia ist die Ansicht einiger, dass dies geschah um den heidnischen Bräuchen etwas entgegenzusetzen, nicht ganz gerechtfertigt, da der November-Termin für Allerheiligen zuerst im 8. Jahrhundert in Italien eingeführt wurde, wo Samhain unbekannt war. Sicher ist jedoch, dass der Abend vor Allerheiligen im Englischen als All hallows eve bezeichnet wird, der sich später zu Halloween entwickelt hat.

Auf Grund der Globalisierung können wir wahrscheinlich unsere lieben Kleinen nicht davor abhalten, sich auf die Pirsch nach noch mehr Süßigkeiten zu begeben. Ist ja auch lustig, verkleidet durch die Gegend zu rennen. Schade nur, dass dadurch lokale Traditionen wie z.B. das „Stritzlposchen“ immer unpopulärer werden.  Wer Stritzlposchen nicht kennt, kommt hier zu einer Erklärung, welche auf Forschungen des Wolkersdorfer Volkskundlers W. Galler basieren. Vieleicht gibt es ja noch mehr Weinviertler Bräuche, die drohen, in Vergessenheit zu geraten. Bitte um Rückmeldung unter Kommentare, um diese somit wieder ins Gedächtnis zu holen und vielleicht auch wieder zu beleben.

striezel

Allerheiligenstriezel

Wer vielleicht Lust hat, den Halloween – Kids traditionelles Süßes mit auf den Weg zu geben, hier ein schnelles Rezept

Zutaten
  • 1 kg Weizenmehl
  • 500 ml Milch
  • 50 g Germ
  • 2 Eidotter
  • Salz
  • Butter (für das Backblech)
  • Milch (zum Bestreichen)
  • Hagelzucker (zum Bestreuen)

Zubereitung: Germ mit etwas Milch und vorgewärmtem Mehl zu einem Dampfl ansetzen. Mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten und an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen. Erneut durchkneten, in Stränge teilen, zu kleineren oder größeren Striezeln formen und auf ein mit Butter bestrichenes Backblech setzen. Nochmals gehen lassen. Dann mit Milch bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen und im vorgeheizten Rohr bei ca. 200 °C goldbraun backen. Wieder mit Milch bestreichen, damit die Striezel ihren schönen Glanz bekommen.

kleine Anmerkung:
Ursprünglich wurde dieses feine, häufig auch mit Rosinen verfeinerte Weizenbrot aus Germteig nur zu Allerheiligen in Form eines Striezels gebacken, während des übrigen Jahreslaufs, zumeist an kirchlichen Festtagen, in den unterschiedlichsten Formen hergestellt wurde.

Zu guter Letzt noch eine Anleitung zum Flechten hier. Gutes Gelingen!

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Essbare Blüten – Tipps und Tricks

August 2, 2008 · Kommentar schreiben

Vorgestern waren wir wieder einmal in Schlosshof, neben dem wunderbaren barocken Schlossgarten, ist vor allem der Kräutergarten mein großer Geheimtipp. Im Shop in der Meierei bin ich auf das Buch „Köstliche Blüten“ von Brunhilde Bross-Burkhardt gestoßen. Ein kleines Buch mit Rezepten und Ideen zur Verwendung der wunderbaren Blütenpracht. Anlass genug für einen neuen Kräuterartikel.

Es ist Sommerzeit und mit Blumen lassen sich in kürzester Zeit kulinarische Highlight zaubern. Sie erfreuen das Auge mit herrlichen Farben und die Nase mit köstlichen Gerüchen. Blüten wurden über Jahrhunderte in unserer Küche geschätzt, man erinnere sich an die kandierten Veilchen von Sissi. In der Haubenküche wurden unsere heimischen Blüten in letzter Zeit zu Gunsten von Pflanzen aus fernen Landen vergessen. Doch da wir alle auf unseren ökologischen Fußabdruck schauen sollten, denke ich doch dass unsere heimischen Pflanzen wieder mehr in Mode kommen, wenn sie es nicht schon sind. Mit Ingwer, Kardamom und Galang können sie auf jeden Fall mithalten.

Blüten entsprechen voll dem heutigen Lebens- und Ernährungsstil: originell, vitaminreich und optisch sehr ansprechend. Der Phantasie für neue Kreationen sind keine Grenzen gesetzt. Schon wenige Borretschblüten verleihen einem sommerlichen Früchteteller eine völlig neue Note, ein paar Dostblüten peppen jede Pizza auf.

Viele Blüten können im Ganzen verwenden werden (z.B. Gänseblümchen, Salbei, Schlüsselblume, Zucchini, Ysop,..), bei manchen Blüten ist es aber ratsamer, die einzelnen Blütenblätter für Gerichte zu verwenden (z.B. Sonnenblume, Ringelblume, Wegwarte, Rose, Stockrosenblüten, oder Schnittlauchblüten…… )

Grundsätzlich sollte man nur unbehandelte Blumen verwenden. Die Blumen am Straßenrand lässt man besser dort stehen. Siehe auch meine Sammeltipps bei den Frühlingskräutern. Menschen mit Pollenallergie sollten auf den Verzehr von Blüten verzichten.

Natürlich gibt es auch viele Pflanzen die giftig sind, wie etwa Wolfsmilch, Akelei, Efeu, Goldregen, Anemone, Fingerhut, Oleander, Eisenhut, Eibe, Goldlack, …. Daher bitte nur Blüten verwenden wo man sich ganz sicher ist.

Tipp für die Verarbeiten: Befinden sich Insekten in den Blüten, Einfach in ein braunes Papiersackerl geben – Käfer und Co. suchen immer einen Weg zurück ins Licht – und so sind sie weg von ihren Blüten!

Doch nun ab in die Küche!

Blüten sind nicht nur ein köstlicher Aufputz für ihre Rohkostsalate sondern auch als Dekoration von Vorspeisen, als Beigabe in Omelettes und für Spaghettisaucen (z.B. Zucchiniblüte) geeignet. Man kann sie ins Risotto mischen oder zum geschmorten Henderl (Rosmarin- und Lavendelblüten) geben. Die Taglilienblüte, kurz in Butter gebraten, schmeckt herrlich. Die Blütenstände der Brennnessel (gleich im Ganzen) in etwas Olivenöl kurz gebraten und dann über den Salat gestreut, verzeihen der Pflanze so manches und machen aus einem Butterbrot eine richtige Delikatesse.

Auch außergewöhnliche Desserts lassen sich mit Hilfe von Blüten zaubern: Aus Duftgeranien, Klatschmohn-, Veilchen-, Eibisch- oder Rosenblüten lässt sich ein aromatischer Blütenzucker herstellen. Dieser verwendet anstelle von Staubzucker veredelt jede Süßspeise.

1 Teil Kristallzucker wird mit 2 Teilen Blüten ( insektenfrei und trocken ) im Küchenmixgerät feinkörnig gemixt (eventuell wird diese Mischung pastenartig!). Diese Mischung wird im Dörrgerät unter mehrmaligem Wenden getrocknet. Ist diese Mischung grob-bröckelig geworden, zerkleinert man das ganze noch einmal im Küchenmixer. Die Mühe lohnt sich!

Nun noch eine kleine Auswahl meiner Favoriten der essbaren Blüten: Ackerstiefmütterchen, Borretsch, Brennnessel, Dille, Dost, Eibisch, Gänseblümchen, Gewürztagetes, Gundelrebe, Hibiskus, Holler, Indiandernessel, Kapuzinerkresse, Knoblauchrauke, alle Lauchblüten, Löwenzahn, Mädesüss, Mauretanische Malve, Muskatellersalbei, Phlox, Ringelblume, Rose, Rotklee, Taglilie ,Taubnessel, Veilchen, Zucchini,

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Brotbacken do it yourself

Mai 18, 2008 · 1 Kommentar

Brot backen ist eine Kunst, die jeder lernen kann.

Natürlich kann man Brot backen via Internet lernen. Doch ob Bilder und fachgerechte Anleitung, das richtige Genusserlebnis bringen, ist fraglich. Letzte Woche trafen sich in Wolkersdorf ein paar Eingeweihte um unter der fachkundigen Anleitung von Helga Tenne, mehr über diese Tätigkeit zu erfahren.

Wie man sieht kann Brot backen eine sehr kreative Übung sein. Knäckebrot, div. Weißbrotarten, Sauerteigbrot und vieles mehr. Vor allem haben wir gelernt selbst Rezepte abzuwandeln, je nach Saison bzw. Kühlschrank-Vorrat. Hier geht zu allen Fotos. (Fotos sind am Ende dieser Liste zu finden. Durchs anklicken werden die Fotos größer!)

Kategorien: essen · kräuter
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Start in den Mai

April 20, 2008 · Kommentar schreiben

Wie immer sind die Genussweltentipps zum überwiegenden Teil kulinarischer Natur.

Unter dem Motto „Nur die Besten kommen in den Himmel“ startet Hannes Bauch nach dem letztjährigen Erfolg eine Fortsetzung der gekonnten Melange aus Weinkosten und Kellererlebnis. Im Museum Himmelkeller, welches sein Vater Hermann Bauch aufgebaut hat, werden von 1. Mai bis 26. Oktober


namhafte Winzer der Region jeden Sonn- und Feiertag ab 13.30 Uhr Ihre Weine präsentieren. Dazu gibt es typische Weinviertler Heurigen-Schmankerl. Am 1. Mai startet das Weingut Haindl-Erlacher (ebenso am So. 4.5., So 11.5. und Mo. 12.5.). Führungen durch den Himmelkeller gibt es um 15.00 Uhr. Der Zutritt zum Heurigen im Museum ist frei!

Achtung Zufahrt nur über Riedenthal oder Ulrichskirchen möglich. Da die direkte Zufahrt von der B7 im Mai gesperrt wird!!

Romana und Walter Erlacher
Mit „Wiener Schnitzel vom Maibock“ punktet am Freitag, dem 2. Mai 2008, ab 15.00 Uhr das Forstamt Wolkersdorf. Wie schon im Dezember berichtet, sind hier jeden Freitag Wildspezialitäten aus dem Traun’schen Hochleitenwald zu erstehen. Ab Mai kann man auch Naturseifen und div. kulinarische Glasern in der Rudolfgasse 1 erstehen.

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Frühlingskräuter

April 5, 2008 · Kommentar schreiben

Der Heckenmarkt in Wolkersdorf war heute ein voller Erfolg. Zahlreiche Wolkersdorfer (eine fast unüberschaubare Menge) haben sich mit Sträuchern, alten Obstsorten, Weintrauben und div. anderen Pflanzen eingedeckt. Man kann sagen der Frühling ist da.

(mehr Bilder vom Heckenmarkt sind hier zu finden)

Die eigentlichen Boten des Frühlings sind Kräuter wie Löwenzahn, Kerbel, Sauerampfer, Schnittlauch oder Petersilie. Sie haben Inhaltsstoffe, die unsere Lebenskräfte stärken und unseren Organismus wieder auf Vordermann bringen. Man sollte frische Kräuter deshalb immer zum Würzen verwenden, denn sie sind alle reich an Vitamin C und besitzen viele Mineralien und Spurenelemente. Dadurch wirken sie entschlackend und sind genau richtig gegen Frühjahrsmüdigkeit und zum Antreiben unseres Stoffwechsels. Ein weiterer Vorteil: Wenn Sie Speisen reichlich mit Kräutern würzen, können Sie mit dem Salz „sparen“.

Wer einmal etwas besonderes ausprobieren möchte schaut was die Natur zu bieten hat. Beim Frühlingsspaziergang begegnen uns die grünen Wilden – die Alternative zu unseren Gartenkräutern.
Bald ist der Bärlauch vorbei, doch auch mit Wildkerbel, Scharbockskraut, Hirtentäschel, Brennnesseln, Hopfenspitzen, Vogelmiere, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Gundelrebe,Veilchen…. lassen sich viele kulinarische Köstlichkeiten zubereiten.

Experimentieren Sie einmal. Tauschen Sie Petersilie und Schnittlauch gegen ein oder mehrere Wildkräuter – in der Suppe oder in den verschiedensten Saucen. Auch einen Aufstrich können die würzig herben Wildkräuter zu einem kulinarischen Genuss machen:

Frühlingskräuteraufstrich:

200 g magerer Topfen
100 g Frischkäse natur
2 EL Sauerrahm
1/2 kleine Zwiebel (fein geschnitten)
1 Knoblauchzehe (zerdrückt)
4-5 EL gehackte frische Frühlingskräuter
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Topfen, Frischkäse und Sauerrahm in einer Schüssel gut vermengen. Gehackte Zwiebel und gepressten Knoblauch daruntermengen. Gewürze dazu mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken Den Aufstrich ca. 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.

Hier noch 10 Tipps die man beim Sammel von Wildkräutern beachten sollte:

  1. Pflücken Sie nur Pflanzen, die Sie sicher kennen! (Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen!)
  2. Vermeiden Sie das Sammeln an Stellen mit hoher Verschmutzung oder Umweltbelastung und pflücken Sie nur saubere, gesunde Pflanzen!
  3. Überlegen Sie vor der Ernte, was sie mit den Pflanzen machen möchten und wie viel Sie davon brauchen!
  4. Sammeln Sie nur soviel, wie sie wirklich brauchen.Lassen Sie die gesammelten Pflanzen nicht im Kühlschrank verderben!
  5. Sammeln Sie keine seltenen Arten, Wurzeln und Samen in großen Mengen, da Sie dadurch den Bestand gefährden könnten!
  6. Pflücken Sie nur jene Pflanzenteile, die Sie verwenden möchten, indem Sie diese mit Daumen und Zeigefinger abzwicken!
  7. Pflücken Sie niemals zuviel von einer Pflanze, damit Sie sich wieder erholen kann!
  8. Transportieren Sie Ihre Ernte luftig in Körben, Leinentaschen oder Papiersackerl!
  9. Verlesen Sie vor der Verarbeitung die Planzen und Pflanzenteile nochmals sorgfältig!
  10. Verwenden Sie niemals Giftpflanzen, auch nicht in kleinen Mengen, selbst wenn Sie in manchen Büchern Rezepte dazu finden (z.B. Maiglöckchenblüten)!

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Essen ist fertig!

Februar 27, 2008 · Kommentar schreiben

Mit diesem alltäglichen Ausruf startet Sonja Schnögl Ihren nicht alltäglichen Blog.

Hier ein Einblick in Ihre „Blogankündigung“:

„Einen Text zu schreiben ist wie eine Speise zu kochen“, sagt die italienische Philosophin Francesca Rigotti. Diesem Motto entsprechend habe ich in den letzten Wochen feine Zutaten gesammelt und eingekauft, habe sie liebevoll geschnitten, verrührt, gebraten und geschmort und lade Sie/Dich nun ein, das Mahl zu genießen: www.muendig.at
Meine neue Website ist online und enthält meine Angebote als Kommunikationsberaterin, Autorin, Erwachsenenbildnerin und Fachfrau für Ernährungskultur. In meinem Blog gibt es außerdem Nachschub an frischer Nahrung für alle Wissenshungrigen: Dort schreibe ich übers Essen und Kochen, über Genuss und Ökologie – was mir eben so ein- und auffällt, immer wieder mal garniert mit interessanten Tipps und feinen Rezepten.
Da darf man schon gespannt sein, welche Neuigkeiten da auf uns zukommen!

Übrigens hier ein Tipp am Rande – Abrakadabra – Sonja Schnögls Kochbuch (geschrieben mit Co-Autorin Rosemarie Zehetgruber) über eine schnelle genussvolle Küche für jeden Tag. Hier geht’s zu einem Rezept. Was gibt es schöneres für eine arbeitende Hausfrau und Mutter bzw. für den „Karrenzvater“ – Wer das Buch erstehen möchte kann dies über den av-Verlag tun.

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