Bärlauch Saisonstart

IMG_5525Viele kennen Bärlauch als Frühlingspezialität auf den Menükarten der heimischen Gastronomie. Doch neben den kulinarischen Freuden kann der Bärlauch auch für eine effektive Frühlingskur verwendet werden.

Vor allem die ätherischen Öle, die aus Schwefelverbindungen bestehen und dem Kraut seinen typischen Knoblauchgeruch verleihen, machen in sehr wirksam. Diese schwefelaktiven Substanzen wirken stark antibakteriell und keimhemmend speziell auf die Bakterien der Darmflora. Bärlauch steigert die Blut- und Lymphzirkulation. Dies hat auch einen besseren Abtransport von Stoffwechselabfallprodukten zur Folge. Verglichen zum Knoblauch enthält Bärlauch bis zu 4,5fach so viel der schwefeligen Inhaltsstoffe. Diese steigern auch die Produktion von körpereigenen Enzymen zum Giftstoffabbau. Dies macht das Frühlingskraut zum idealen Entgiftungsmittel.

Eine entgiftende Frühjahrskur startet man idealerweise zum Zeitpunkt an dem der Bärlauch überall frisch zu finden ist. (Bitte beim Sammeln auf tödliche giftige Doppelgänger achten!). Am besten man baut möglichst viel frischen Bärlauch in seine Mahlzeiten ein. Roh im Salat, Aufstrich oder Pesto (siehe auch Pestoverwendung) ist er Genuss und Medizin zugleich. Ein natürliches Ende der Kur ist mit dem Erblühen des Bärlauchs gegeben. Nun beinhalten die Blätter nur mehr wenig Wirkstoffe. Als Saisonabschluss kann man die Blüten aufs Butterbrot streuen und sich auf den Bärlauch im nächsten Jahr freuen.

3 schnelle Bärlauchrezepte:

WICHTIG: Vor der Verwendung den Bärlauch nochmals durchschauen, ob sich nicht doch Teile von Schneeglöckchen, Weißwurz oder den anderen „Bösen“ in der Ernte versteckt haben.

Der Bärlauchkassiker – Pesto

Wenn das Pesto möglichst lange halten soll und die Blätter einwandfrei und sauer sind, sollte man auf das Waschen verzichten. Blätter klein schneiden und mit Olivenöl (oder einen anderen guten Öl) und Salz möglichst schnell und kurz sehr fein mixen. Käse und Nüsse erst beim Servieren mit Nudeln kurzfristig dazu geben. Mit diesem einfachen Kraut-Ölgemisch ist man in der Pestoverwendung um vieles flexibler, auch die Haltbarkeit ist länger als bei klassischen Pestorezepten.

Das Bärlauchpulver – Salz

120 g Bärlauch grob geschnitten mit 500 g Salz in einem Mixer zu einem feinen Brei zerreiben. Auf einem Backpapier aufstreichen und bei 50 °C im Backrohr (wo ein eingeklemmter Kochlöffel dafür sorgt, dass das Backrohr nicht ganz geschlossen ist und somit die Feuchtigkeit entweichen kann. ) trocken bis die Salzpaste ganz hart ist. Nun das Salz nochmals kurz durchmixen und in Gläser füllen.

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Die Bärlauchsuppeneinlage – Knöderl

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  • 1 altbackene Semmel
  • 1 Ei
  • 40 g Semmelbrösel
  • 1 El Mehl glatt
  • 1 Handvoll Bärlauch fein geschnitten
  • etw. Salz

Die Semmel in Wasser einweichen und anschließen ausdrücken und mit allen Zutaten vermengen. Masse gut durchmischen und 5 Min rasten lassen. Danach kleine Knöderl formen und in leicht kochendem Wasser ca. 10 Minuten ziehen lassen. Topf vom Herd nehmen weitere 5 Minuten ziehen lassen und in einer klaren Gemüsesuppe servieren.

 

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Eine Antwort zu “Bärlauch Saisonstart

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