Gundelrebe – mehr als ein Walpurgiskraut

Die Gundelrebe ist ein kleines Pflänzchen der Familie der Lippenblütler. Meist zeigt sie ihre kleinen violetten Blüten nur ein paar Wochen im Frühling. Ihre charakteristischen Blätter und efeuartigen Ranken sind das ganze Jahr in Wiesen, am Wegrand vor allem an nährstoffreichen Plätzen anzutreffen. (mehr Infos zur Gundelrebe bei der Ages)

WP_20160430_20_11_02_Pro[1]Um die Gundelrebe ranken sich viele mystische Geschichten, so solle man in der Walpurgisnacht Gundelrebe sammeln und zu einem Kranz flechten. Allen Trägerinnen soll sie in dieser Hexennacht die Gabe verleihen, richtige Hexen zu erkennen. Doch leider war die gestrige Nacht zu finster um div. Hexen ausfindig machen zu können.

Naturheilkunde

Neben dieser speziellen Eigenschaft zu Walpurgis soll sie bei den Germanen eine wichtige Heilpflanze gewesen sein. Hildegard von Bingen empfahl das Kraut bei Bronchialkatarrhen und zur Wundbehandlung. Kräuterpfarrer Kneipp verordnete Gundelrebentee bei Brust- und Magenverschleimung. In der Volksmedizin wurde die Gundelrebe bei Magenverstimmungen, Appetitlosigkeit und auch als Entgiftungsmittel eingesetzt. Eine längere Einnahme sollte vermieden werden, dies ist vielleicht ein Grund, warum sie in der Schulmedizin nicht verwendet wird.

Kulinarik

gundelrebeDas Kraut ist winterhart und kann das ganze Jahr hindurch kulinarisch verwenden kann. Kostet man die frischen Blätter kann es sein, dass diese ein leichtes Kratzen im Hals verursachen, da sie leicht behaart sind.

Geschmacklich sind die Gundelrebenblätter sehr eigenständig und würzig bis leicht harzig. Dieser würzige und auch leicht bittere Geschmack hat nicht nur Freunde. Als Würzmittel, hin und wieder eingesetzt, kann Gundermann, wie die Gundelrebe in Deutschland genannt wird, viele Gerichten eine spezielle Note verleihen.

Am besten man schneidet die Gundelrebenblätter klein und mischt sie mit anderen Wildkräutern. Diese frische Kräutermischung macht sich gut in Salaten, Eispeisen, div. Kräuterfüllungen, Spinat, Suppen und Wildkräuterpestos.

Gundelrebe und Schokolade

Die Kombination Gundelrebenblätter und Schokolade ist eine Alternative zur Klassischen Minz-Schoko-Kombi. Geschnittene Gundelrebenblätter passen hervorragend in den Schokokuchenteig.

Als Dekoration für Desserts im generelle passen schokogetunkte Gundelrebenblätter. Hierfür Kuvertüre im Wasserbad schmelzen lassen. Diese sollte jedoch nicht zu heiß werden. Gundelrebenblätter am Stil halten und durch die flüssige Schokolade ziehen. Auf Packpapier legen und trockenen lassen.

Gundelrebendessert

 

Gundelreben Schoko-Dessert mit Beeren im Glas

Zutaten:

  • 500 g Beeren
  • 1 Handvoll Gundelrebe
  • 500 ml Milch
  • 1 Packung Schoko-Puddingpulver
  • 200 g Zucker
  • Biskotten und Beerenlikör

Zubereitung:

  1. Gundelrebenblätter von den Stielen zupfen, fein schneiden.
  2. Von der Milch 10 EL abnehmen und mit dem Puddingpulver verrühren. Restliche Milch mit 200 g Zucker aufkochen, das angerührte Puddingpulver unter Rühren hinzufügen. Kurz aufkochen. Gundelrebe unterrühren und die Masse in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Dann den Topfen unterrühren (in den Kühlschrank stellen)
  3. Beeren zu Sauce mixen.
  4. Biskotten in Beerenlikör tunken und in kleine Stücke schneiden. Diese in Gläser verteilen. Darüber Topfen-Pudding geben und zum Schluss die Beerensauce darüber gießen.

Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen. Kann mit Blüten und schokogetunkten Gundelrebenblättern verziert werden.

 

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Eine Antwort zu “Gundelrebe – mehr als ein Walpurgiskraut

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