Kräuter-Küchentrends 2018

Die Kräutersaison hat zwar noch nicht angefangen, aber einen Ausblick in Sachen pflanzliche Küchentrends kann man schon wagen. Natürlich steht auch dieses Jahr bei der Kräuterküche der volle Genuss im Vordergrund. Doch lassen sich auch einige Trends beobachten, die dieses Jahr vielleicht noch intensiver als die Jahre davor zu erleben sein werden.

blütenküche

Quelle: cookniche auf instagram

Blüten – zum Essen und Trinken

Es scheint, dass es Blumen im Ranking 2018 ganz nach oben schaffen. Der Hugo hat es vorgezeigt, er hat den Grundstein für diesen Blumentrend gelegt. Blütenaromen liegen ganz hoch im Kurs – Rosensirup, Zitronenmelissenlimonade, Lavendelspritzer, Hibiskuscocktail. Blumen dominieren die Gläser 2018. Aber auch beim Essen wird nicht gespart an Blüteningredienzien: von verzuckerten Blüten über Blüteneis bis hin zu Frühlingsblüten im Salat. Bei der Blumenküche gibt es, bis auf nichtessbare Blüten, keine Grenzen. Florale Aromen in den Getränken und Speisen verleihen nicht nur einen meist süßen Blütenton, sondern schauen auch noch wunderschön aus.

passender Link: Essbare Blüten von A-Z

Rosensirup

Schnelles Rosensirup-Rezept

Es kann mit allen aromatischen Rose hergestellt werden.
500 ml Wasser
2 Handvoll Rosenblüten
500 g Zucker
½ Tl. Zitronensäure
Wasser aufkochen grob geschnittene Rosenblütenblätter dazu geben. Nochmals aufkochen und dann den Topf mit Deckel zudecken. 15 Minuten ziehen lassen. Dann abfiltern z.B. mit Teefilter oder Leinentuch. Zucker zum Rosensaft geben und einrühren. Zitronensäure dazu geben, nochmals aufkochen und in Flaschen füllen. (Ev. kann der Sirup mit einem Tropfen Rosenöl verfeinert werde.) Heiß abfüllen und liegend lagern.

 

Transparenz & Hyper Local

Der Wunsch zu wissen, wo unsere konsumierten Lebensmittel herkommen, vielleicht auch die Geschichte des Produzenten dahinter kennenzulernen wird 2018 sicher ein Megatrend.

Wiener Würze 2

Nicht nur, dass wir vermehrt auf die Zutaten achten, diese sollen bestmöglich auch von Produzenten aus unserer nächsten Umgebung stammen. Dies bedingt auch eine saisonale Küche. Somit liegt man mit jeglichem selbst gepflücktem Wildkraut voll im Trend.

Passender Link:  Mehr Infos zum Wildkräutersammeln im Frühling

Mehr Infos zum lokalen Produzenten der Wiener Würze

 

Vom Blatt bis zur Wurzel

Root-to-Stem oder Leave to Root, so nennt sich das vegane Nose-to-Tail. Bei diesem Trend wird das Gemüse komplett verbraucht, was auch in Bezug auf die “no waste Küche” genial ist.

Das heißt: von der Karotte nicht nur die Wurzel, sondern auch das Grün verwenden. Bei wild gesammelten Pastinaken nicht nur das Grün, sondern auch die Wurzel mitkochen, auch wenn sie nicht so groß ist, wie die der kultivierten. Vom Giersch nicht nur die jungen Blätter kochen, sondern auch die Stängel und die Sprossen bis hin zu den Blüten dürfen verwendet werden. Die Blätter der Roten Rüben wandern in den Salat und die Löwenzahnwurzeln in den Magenbitteransatz. Wenn die Idee für die Verwendung fehlt – ein Pesto ist immer eine gute Alternative. Auch in Suppen gekocht und püriert lassen sich Pflanzen als Ganzes ausgezeichnet verarbeiten

Noch ein Tipp: Gemüseabfälle wie Zwiebelschalen, Schwammerlreste, Kräuterstängel & Co passen perfekt in die nächste klare Suppe und sind obendrein noch wunderbar aromatisch! (Die Zeit bis zur nächsten Suppe überbrücken sie gerne im Gefrierfach. Mehr Infos zum Thema findet man am Leat-to root Blog der Autorin Ester Kern.

 

 

Fermentieren

Nein bei diesem Trend, der schon aus dem letzten Jahr bekannt ist, geht es nicht um Wein. Es geht um fermentiertes Gemüse. Durch die Fermentation (Milchsäuregärung) entstehen erwünschte Probiotika, die sehr wertvoll für unsere Verdauung sind. Neben dem klassischen Beispiel Sauerkraut gibt es auch Kimchi, Miso, Suppenwürze, Salzgurken,  Rote Rüben ….

Die Darmgesundheit ist sicher auch ein Gesundheitstrend 2018. Fermentierte Speisen unterstützen uns garantiert bei diesem Thema.

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Diesbezüglich sei allen Selbstversorger und DIY – Fans folgendes Buch empfohlen:

Fermentieren vom Löwenzahn Verlag

Und wer sich jetzt fragt, was hat das mit Kräuter zu tun. Ja diese kann man auch fermentieren. Bei Basilikum und Bärlauch kann man die Haltbarkeit, ohne Tiefkühlung, um ein vielfaches verlängern. Hier eine kleine Anleitung dazu

 

Kräuter & Co in Pulverform

Dörren und Trocknen kennt man schon gut, vor allem auch aus der Rohkostküche. Doch nun wird das getrocknete Pflanzenmaterial zusätzlich noch pulverisiert und kann so ganz einfach in Müslis, Suppen, Smoothies, Backwaren s oder jegliche andere Speisen beigemengt werden. Neben den Kräutern kann man auch Wurzeln wie z.B. Kurkuma als Gewürzpulver verwenden. Rote Rüben eigenen sich hervorragend zur Pulverisierung und sind zusätzlich noch eine geniale Farbkomponente. Selbst  Tannen oder Fichtennadeln könne so in der Küche eingesetzt werden. Jedoch Achtung bei der Verwendung der pulverisierten Nadeln sollte man sparsam sein. Mein persönlicher Favorit ist Pulver aus  getrockneten Früchten und Beeren, diese geben jedem Dessert auch optisch eine spezielle Note.

Damit man sich das besser vorstellen kann hier ein Fundstücke instaram:

Gemüse im Fokus

Zu guter Letzt gibt es noch das „Gemüsebasierte Essen“. Gemüse als Beilage löst Gemüse als Hauptgericht ab. Bei diesem gesunden Trend geht es nicht darum, dass auf Fleisch, Fisch & Co verzichtet wird. Nein Gemüse spielt aber die Hauptrolle am Teller. Jegliche Pflanzen wie  Kräuter, Getreide, Gemüse, Obst, Nüsse, Hülsenfrüchte stehen im Fokus der Gerichte und können mit tierischen Produkten ergänzt werden.

Eines ist klar diese Ernährung unterstützt unsere Gesundheit.

 

 

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