7 leicht sammelbare Frühlings-Wildkräuter für die Küche

Derzeit startet die Wildkräutersaison und die Auswahl an sammelbaren Zutaten für die Kräuterküche wird immer größer. Dieser Blogbeitrag soll die am einfachsten zu sammelnden Pflanzen der Saison vorstellen. Wildpflanzen können Salate und Gemüsegerichte bereichern oder für Suppen und Aufstriche verwendete werden. Das frische Grün liefert viele zusätzliche sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe für unsere Ernährung und bringt Abwechslung auf unseren Speiseplan.

Vogelmiere, Stellaria media

Die Vogelmiere kann bereits unter dem Schnee wachsen und ist leicht an ihren kleinen, weißen, sternförmigen Blüten zu erkennen. Die Blätter sind ziemlich elliptisch und haben eine spitze Spitze. Sie wachsen weit verzweigten an einem langen, schwachen Stängel. Dieses Frühlingswildkräuter wächst vorzugsweise auf nährstoffreichen Böden und kommt dort auch „polstermäßig“ vor, zum Beispiel beim Komposthaufen. Geschmacklich ähnelt die Vogelmiere jungen Erbsen oder Mais. Ihre ganzen Triebe können sehr gut im Salat oder auch im Pesto verwendet werden.

Rezept: Vogelmieresuppe  Das Rezept findet sich hier am Genussweltenblog

Gundelrebe, Glechoma hederacea

Die kleine Pflanze gehört, wie die Minze, zu der Familie der Lippenblütler und hat immergrüne kriechende Ausläufer, die bis zu einen Meter lang werden können. Sie ist ein sehr aromatisches Wildkraut mit einem sehr speziellen würzigen Aroma. Verwendet werden die kleinen nierenförmigen bis rundlich-herzförmige Blätter. Zu finden ist die Gundelrebe meist in Blumenbeeten oder auch in Blumenkisterln, oder aber auch unter Hecken und an Wiesenrändern. Demnächst wird sie ganz leicht an ihren kleinen, lila Lippenblüten erkennbar sein.

Rezept: Wiesen-After-Eight Für diese kleine Nascherei wird Kuvertüre im Wasserbad schmelzen lassen. Gundelrebenblätter in die flüssige Schokolade tunken. Auf Backpapier auflegen und auskühlen lassen. Kann als Deko für Kuchen und Desserts verwendet werden oder einfach so vernascht werden.

Rezept: Gundelreben-Schokodessert hier vom Genussweltenblog

Purpurrote Taubnessel, Lamium purpureum

In Naturgärten, an Wegrändern und unter Hecken kommt diese Art von Taubnessel sehr oft vor. Ähnlich wie andere Taubnesseln hat sie gezähnte, herzförmige Blätter, welche nach obenhin mehr violett als rot werden. Ein gutes Merkmal für Lippenblütler ist Ihr 4-kantiger Stängel, dieser ist bei den Taubnesseln besonders leicht zu erkennen.

Verwendet werden die kleinen lila Lippenblüten, welche bereits jetzt gesammelt werden können. Man macht aus Ihnen Sirup oder dekoriert damit Desserts, Salate und kalte Vorspeisen. Auch mit den anderen oberirdischen Pflanzenteilen kann man gut kochenen. Die rohen Triebspitzen kann man unter Blattsalate mischen. Wer das Blattmaterial blanchiert, kann es wie Spinat verwenden.

Rezept: Überbackener Taubnessel Toast

4 Scheiben Vollkorntoast
150 g Taubnesselblätter blanchiert
1 Zwiebel
80 g Gouda oder Bergkäse gerieben
Salz, Pfeffer, Dost (od. Oregano)
1 Zehe Knoblauch gepresst optional

Die Zwiebel goldgelb anbraten , Taubnessel dazugeben, vom Herd nehmen und überkühlen lassen. Toastscheiben leicht vortoasten. Taubnessel und Käse vermischen und auf den Brotscheiben verteilen. Die Toastbrote nun bei 200°C solange im Ofen braten lassen bis der Käse goldbraun geschmolzen ist.

Löwenzahn, Taraxacum agg.

Der Löwenzahn ist eine sehr häufige, aber auch sehr komplizierte Pflanzengruppe, die viele Unterarten aufweist. Die wesentlichen Pflanzenmerkmale sind die stark gezähnten Blätter. Ältere Löwenzahnblätter schmecken typischerweise bitter, während die jüngeren Blätter Salaten einen leichten herben Ton verleihen. Für die Bekömmlichkeit ist es jedoch besser man mischt die Blätter mit anderen Gemüsen wie z.B. Erdäpfel, Gurke usw.. Löwenzahnblätter können aber auch in gekochter Form serviert werden z.B. im Risotto, mitgekocht sind sie weniger bitter.

Rezept: Löwenzahn – Lachs Tatar eine köstliche Vorspeise fürs Ostermenü.

Brennnessel, Urtica dioica

Die große Brennnessel kennt wohl jeder. Sie wurde früher als Nahrungsmittel oft in der Küche verwendet, da sie oft in großen Mengen zu Beginn des Erntejahres zu finden ist. Die Triebspitzen (die obersten Blätter sind die zartesten) können wie Spinat als gedämpftes Gemüse verwendet werden. Brennnesseln schmecken ziemlich gut und behalten beim Kochen ihr tolles Grün.

Rezept: Blätterteig-Brennnesseltascherl ein schneller Wildkräutersnack für Zwischendurch.

Veilchen, Viola spp.

Es gibt viele verschiedene Veilchenarten (z.B. Hundsveilchen, Duftveilchen, Hainveilchen, Waldveilchen usw.) Die Blüten und Blätter aller Veilchen sind essbar. Im Gegensatz zu den duftlosen Hundsveilchen sind die Blüten des wohlriechenden Veilchens duftend und süßlich im Geschmack. Sie verleihen Frühlingssalaten eine attraktive Farbe und können als Sirup oder Gelee verkocht werden. Veilchen haben herzförmige Blätter, die an den Rändern regelmäßig eingekerbt sind, diese sind essbar schmecken jedoch nicht sonderlich gut.

Rezept: Veilchenbutter

125 g Butter
1 Handvoll Veilchenblüten
Kräutersalz

Warten bis die Butter zimmerwarm ist. Veilchenblüten fein schneiden und Butter vermischen und salzen. Butter auf Alufolie geben und eine Rolle formen diese kaltstellen oder einfrieren. Vor dem Servieren in Scheiben schneiden. Wer einen besonders feinen Geschmack möchte zupft die Blüten aus dem Kelch.

Gänseblümchen, Bellis perennis

Das kleine, weiße Blümchen ist eine der ersten Pflanzen, die wir als Kinder erkannt haben. Zu finden ist dieser kleine Korbblütler fast überall, im Garten oder im Park, meist in Wiesen. Gänseblümchen sind eine wunderbare und gesunde Aufwertung unserer Speisen und Getränke. Die Blüten werden als Deko im Salate und Suppen verwendet. Selbst die grünen Blätter, mit ihrem leicht nussigen Geschmack, eignen sich hervorragend als Zutat für Aufstriche, Gebäck und Smoothies.

Rezept: Gänseblümchen Grissin zur Suppe oder zur Jause, ein kreativer Wildkräutersnack zu finden hier am Genussweltenblog.

Weitere Blogartikel zu diesem Thema:

Frühlingskräuter für die Suppe

Frühlingssalat von der Wiese

Sammeltipps für Frühlingskräuter

 

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