Essbare Blüten – Tipps und Tricks

Vorgestern waren wir wieder einmal in Schlosshof, neben dem wunderbaren barocken Schlossgarten, ist vor allem der Kräutergarten mein großer Geheimtipp. Im Shop in der Meierei bin ich auf das Buch „Köstliche Blüten“ von Brunhilde Bross-Burkhardt gestoßen. Ein kleines Buch mit Rezepten und Ideen zur Verwendung der wunderbaren Blütenpracht. Anlass genug für einen neuen Kräuterartikel.

Es ist Sommerzeit und mit Blumen lassen sich in kürzester Zeit kulinarische Highlight zaubern. Sie erfreuen das Auge mit herrlichen Farben und die Nase mit köstlichen Gerüchen. Blüten wurden über Jahrhunderte in unserer Küche geschätzt, man erinnere sich an die kandierten Veilchen von Sissi. In der Haubenküche wurden unsere heimischen Blüten in letzter Zeit zu Gunsten von Pflanzen aus fernen Landen vergessen. Doch da wir alle auf unseren ökologischen Fußabdruck schauen sollten, denke ich doch dass unsere heimischen Pflanzen wieder mehr in Mode kommen, wenn sie es nicht schon sind. Mit Ingwer, Kardamom und Galang können sie auf jeden Fall mithalten.

Blüten entsprechen voll dem heutigen Lebens- und Ernährungsstil: originell, vitaminreich und optisch sehr ansprechend. Der Phantasie für neue Kreationen sind keine Grenzen gesetzt. Schon wenige Borretschblüten verleihen einem sommerlichen Früchteteller eine völlig neue Note, ein paar Dostblüten peppen jede Pizza auf.

 

Viele Blüten können im Ganzen verwenden werden (z.B. Gänseblümchen, Salbei, Schlüsselblume, Zucchini, Ysop,..), bei manchen Blüten ist es aber ratsamer, die einzelnen Blütenblätter für Gerichte zu verwenden (z.B. Sonnenblume, Ringelblume, Wegwarte, Rose, Stockrosenblüten, oder Schnittlauchblüten…… )

 

Grundsätzlich sollte man nur unbehandelte Blumen verwenden. Die Blumen am Straßenrand lässt man besser dort stehen. Siehe auch meine Sammeltipps bei den Frühlingskräutern. Menschen mit Pollenallergie sollten auf den Verzehr von Blüten verzichten.

Natürlich gibt es auch viele Pflanzen die giftig sind, wie etwa Wolfsmilch, Akelei, Efeu, Goldregen, Anemone, Fingerhut, Oleander, Eisenhut, Eibe, Goldlack, …. Daher bitte nur Blüten verwenden wo man sich ganz sicher ist.

Tipp für die Verarbeiten: Befinden sich Insekten in den Blüten, Einfach in ein braunes Papiersackerl geben – Käfer und Co. suchen immer einen Weg zurück ins Licht – und so sind sie weg von ihren Blüten!

Doch nun ab in die Küche!

Blüten sind nicht nur ein köstlicher Aufputz für ihre Rohkostsalate sondern auch als Dekoration von Vorspeisen, als Beigabe in Omelettes und für Spaghettisaucen (z.B. Zucchiniblüte) geeignet. Man kann sie ins Risotto mischen oder zum geschmorten Henderl (Rosmarin- und Lavendelblüten) geben. Die Taglilienblüte, kurz in Butter gebraten, schmeckt herrlich. Die Blütenstände der Brennnessel (gleich im Ganzen) in etwas Olivenöl kurz gebraten und dann über den Salat gestreut, verzeihen der Pflanze so manches und machen aus einem Butterbrot eine richtige Delikatesse.

Auch außergewöhnliche Desserts lassen sich mit Hilfe von Blüten zaubern: Aus Duftgeranien, Klatschmohn-, Veilchen-, Eibisch- oder Rosenblüten lässt sich ein aromatischer Blütenzucker herstellen. Dieser verwendet anstelle von Staubzucker veredelt jede Süßspeise.

1 Teil Kristallzucker wird mit 2 Teilen Blüten ( insektenfrei und trocken ) im Küchenmixgerät feinkörnig gemixt (eventuell wird diese Mischung pastenartig!). Diese Mischung wird im Dörrgerät unter mehrmaligem Wenden getrocknet. Ist diese Mischung grob-bröckelig geworden, zerkleinert man das ganze noch einmal im Küchenmixer. Die Mühe lohnt sich!

Nun noch eine kleine Auswahl meiner Favoriten der essbaren Blüten: Ackerstiefmütterchen, Borretsch, Brennnessel, Dille, Dost, Eibisch, Gänseblümchen, Gewürztagetes, Gundelrebe, Hibiskus, Holler, Indiandernessel, Kapuzinerkresse, Knoblauchrauke, alle Lauchblüten, Löwenzahn, Mädesüss, Mauretanische Malve, Muskatellersalbei, Phlox, Ringelblume, Rose, Rotklee, Taglilie ,Taubnessel, Veilchen, Zucchini,

 

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